Dienstag, 17. Juni 2008

Ein wahrlich großer Tag - 11. Juni 2008

Ich sage eines vorweg: Wenn man mir vorher gesagt hätte, dass diese Aufführung so gut werden würde wie sie es geworden ist, hätte ich es nicht geglaubt. Damit will ich nicht das Können der Schauspieler in Frage stellen - ich würde mich davor hüten - aber man kann sich vorstellen, wie schwierig es ist, dass alles bis in das letzte Detail klappt. Ich bin in solchen Dingen der geborene Skeptiker und Pessimist, aber die Truppe hat sämtliche Erwartungen übertroffen und ich muss sagen: Es war richtig geil!

Nach mehreren Monaten Probearbeit, die mehr oder weniger gut hinter uns gebracht wurden, war es dann in den letzten Tagen immer mehr spürbar, dass bald etwas Großes bevorsteht: Die Textsicherheit war urplötzlich vorhanden, die Werbeplakate waren zu sehen, man wurde im Unterricht mit Durchsagen beglückt, es wurden Klassenbesuche durchgeführt und und und. Die Proben wurden immer länger, es wurde an den letzten Details gefeilt, die Kostüme wurden angezogen und ausprobiert, man konnte mit Requisiten spielen, die Konzentration war mit der Zeit auf einem Höhepunkt (auch wenn sie einige Male aussetzte, hehe), ideale Voraussetzungen für Probearbeit. Nicht umsonst wurde die eigentliche Aufführung intern als "große Probe" bezeichnet, gab es doch immer noch die eine oder andere Kleinigkeit, an der es immer und immer wieder gehakt hatte.

Spätestens wenn man "The Police" beim Betreten der Aula wenige Stunden vor dem Auftritt hört, ist man wie in einer eigenen Welt: Jeder geht eigens mit seiner Nervosität um, ich für meinen Teil verkrieche mich in die letzte Reihe, betrachte die Bühne und höre Musik. Mir hilft es ungemein, für diese 20 Minuten absolute innere Ruhe zu haben, um für die Aufgabe gerüstet zu sein. Auch wenn die Schminkdamen dann zum Schluss ihren schwierigsten Kunden hatten (*hust* ;-) ), lief alles ohne Probleme. Mit dem Schlachtruf "Habe die Ehre!" fiel dann der Startschuss. Vom ersten Moment an gab jeder 125 % und machte diesen Abend unvergesslich. Ein Highlight jagte das nächste, besonders erwähnenswert ist eindeutig der Tannenbaum, der in sich zusammen brach und unter tosendem Applaus wieder weggetragen wurde. Ich kann hier Gerüchte dementieren, die sagen, dass es ein gewollter Gag war... war es nicht ;-)
Für mich persönlich sind die Reaktionen des Publikums immer von großer Bedeutung, weil sie zeigen damit, ob man in seiner Rolle so ankommt, wie man es vorhat: Das war zum allergrößten Teil auch so eingetreten, allerdings weiß ich nicht, was daran lustig ist, wenn eine Oma mehr oder minder erfreut seiner Tochter diktiert, dass sie schreiben soll, dass ein Kleinkind einfach weggestorben ist. Man ging möglicherweise von einer Komödie aus, was streckenweise durchaus den Eindruck machte, allerdings stellte es sich am Ende als knallharte Tragödie dar.

Alles in allem muss man sagen, dass die ganze Truppe einen grandiosen Job geliefert hat und dieses - von einigen zurecht als "schwieriges Stück" bezeichnete - Stück ganz souverän und kurzweilig auf die Bühne gebracht. Jeder hat sich für die Gruppe eingesetzt und diesen Abend zu einem ganz besonderen gemacht, der dann am Schluss auch in heiterer Runde im Glühwürmchen abgerundet wurde. Ich möchte jedem aktiv und passiv Beteiligten dafür danken, dass das Stück und der Abend so geworden ist, wie er dann letztendlich verlaufen ist.

Danke an Helen, Carsten, Jan, Olli, Julia, David, Gabriel, Sinah, Kerstin, Kyra, Klara, Anna und ein ganz großes Dankeschön an unseren Spielleiter Herrn Fuchs, der mit gewohnt stoischer Gelassenheit die Geschicke lenkte und das Stück mit einigen Aktionen zu einer eigenen Interpretation machte.
Ob es eine zweite Aufführung gibt, werden die nächsten Wochen zeigen. Es sind einige Meinungen und Konzepte im Gespräch, wann und in welchem Rahmen man das Stück wieder vorführen wird, aber ich denke, ich spreche im Namen aller, wenn ich sage, dass man von Seiten der Darsteller nichts gegen eine zweite Aufführung hat. Die Zukunft wird es zeigen, was aus diesem Stück wird.

Habe die Ehre, Küss die Hand!
Der Zauberkönig

Sonntag, 15. Juni 2008

Das erste Ma(h)l....

Hallo zusammen!
Nach langer Pause und gescheiterten Versuchen - was das Bloggen angeht -, werde ich nun mal wieder einen neuen beginnen. Um das ganze langfristig interessant zu machen, kann es durchaus sein, dass ich mal eine Woche nichts schreibe, gleichzeitig dann auch mal an einem Tag zwei Beiträge verfasse. Kommt ganz auf die persönliche Laune und die Ereignisse an.

Mein Pseudonym "Zauberkönig" bezieht sich auf das Theaterstück "Geschichten aus dem Wienerwald", das wir in der Theater-AG unserer Schule vergangenen Mittwoch aufgeführt haben. Wie man sich denken kann, spielte ich den Zauberkönig. Wer da war, wird wissen, wer ich bin, wer nicht da war, wird es im Laufe der Zeit mit Sicherheit erraten oder irgendwann hier im Blog ablesen können ;-) . Ich möchte aber nicht zu viel verraten, da ich noch einen größeren Bericht zu dieser Aufführung schreiben möchte. Etwas Geduld, ich hoffe dass ich niemanden enttäusche, es gibt nämlich einiges zu erzählen.

Was wird hier geschrieben? Nun ja, was steht eigentlich in einem Blog? Es gibt themenbezogene Blogs und allgemein gehaltene Blogs. Dieser Blog wird weitestmöglich allgemein gehalten, auch wenn ich schon vorhersagen kann, dass die Schule öfter Thema sein wird als hawaiianisches Volksballett im 18. Jahrhundert. Trotzdem versuche ich, diesen Blog so flexibel wie möglich zu gestalten, ich muss mich selbst erst mal wieder reinfinden, mit der Zeit wird sich das denke ich mal einpendeln.

Grüße gehen zunächst einmal an die Mit-Blogger Carsten und Olli, deren Blogs ich schon seit geraumer Zeit verfolge und die zwei mich mit ihren "Werken" inspiriert haben, mich selbst einmal daran zu versuchen. Hoffentlich werdet ihr eure Blogs noch lange weiterführen, es macht mir Spaß sie zu lesen, weiter so!

Das wäre es für "das erste Mal". Ich habe wie oben bereits erwähnt vor, in den nächsten Tagen einen Erlebnisbericht zur Theater-Aufführung zu schreiben, dazu kommt noch ein für persönliche Umstände gesehen legendärer und langer Abiball dazu, über den man mit Sicherheit einiges schreiben kann. Nächsten Freitag werde ich für fünf Tage auf Kursfahrt nach Barcelona fahren, und wie ich meine Mitschüler kenne, wird es dort auch mit Sicherheit die ein oder anderen nennenswerte Sache passieren... ;-)

Also dann, Küss die Hand!
Zauberkönig